Haus der Zukunft in Berlin – Futurium 2018 

Ein Forum zum Dialog für Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kunst

Direkt am Berliner Spreeufer, zwischen Reichstag und Hauptbahnhof, entstand das «Futurium – Haus der Zukunft», dessen außergewöhnliche, moderne Architektur das städtebauliche Umfeld des Regierungsviertels auf besondere Weise ergänzt. Ab dem Frühjahr 2019 soll es als Ort für Präsentation und Dialog ein Forum für Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kunst in der Hauptstadt sein.
Der Entwurf der Berliner Architekten Richter und Musikowski setzt ebenso auf klare, skulpturale Formen wie auf Offenheit und Zugänglichkeit. Auf drei Etagen und rund 3.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche gewährt das Zentrum für Zukunftsgestaltung faszinierende Einblicke in die Welt von morgen und verkörpert dabei selbst ein visionäres Raumkonzept. Auf dem Dach des Hauses bietet der sogenannte «Skywalk» nicht nur einen Blick auf die zahlreichen Kollektorfelder für Photovoltaik, sondern bietet ebenfalls eine tolle Aussicht auf den Spreebogen und das Kanzleramt.
Bereits aus der Ferne sind die großen Panoramafenster sichtbar. Die Gebäudehülle besteht aus Gussglas, das bei Tag und Nacht ein facettenreiches Lichtspiel entfacht. Lichtdurchflutet sind auch die vollständig barrierefreien Ausstellungs- und Veranstaltungsräume. Hohe Fensterfronten ermöglichen Panoramablicke in die Umgebung und symbolisieren zugleich die offene, weite Perspektive, die das Haus auf Zukunftsthemen geben möchte.

Die spezielle Herausforderung für die Verdunkelungsanlagen

  • ZIP – Anlagen im XXL-Format 12 Meter hoch
  • Spezial- Verkleidung der teil schräg verlaufenden Deckenkonstruktion

Zwei große Glasflächen – im Süden 8 x 28 m im Norden 11 x 28 m groß – bieten spektakuläre Ausblicke und stellen die ausgestellten Denkräume in Kontext zum gegenwärtigen Stadtraum. Diese Panoramafenster sollten beschattet werden, um bei Bedarf angenehme Lichtverhältnisse und ein Wohlfühl-Raumklima in den dahinterliegenden Veranstaltungs- und Ausstellungsräumen präsentieren zu können. Die filigrane Fassadenkonstruktion ließ keine breiten U-förmigen Führungsschienen zu. Die überdimensionalen Anlagenhöhen, gepaart mit dem schräg verlaufenden Deckensturz, machten eine spezielle Anlagentechnik und aufwendige Unterkonstruktion für die Anlagenbefestigung und Verkleidung notwendig.

Das Lösungskonzept

Bis zu 12 Meter hohe ZIP-Anlagen von Brichta ermöglichen eine Beschattung im XXL-Format. Diese ist für den Betrachter, Dank der filigranen Führungsschienen, nahezu unsichtbar und unauffällig in die bestehende Pfosten-Riegel-Konstruktion der modernen Fassade integriert. Eine aufwendige Unterkonstruktion aus Nutenrohrprofilen wurde zur Verkleidung der offenen Anlagen und zur Befestigung der Verkleidungsbleche des Deckensturzes von Brichta konzipiert, die durch die Möglichkeit eines großen Toleranzausgleiches optisch unauffällig in die bauseitige Fassade integriert wurde.

Aussenansicht
Aussenansicht
Aussen Front
Innenansicht
Innen 2
Technikdetail